TEXTE


Dahin

Morgens aufgewacht Müde schon seit Tagen von der

Monotonie

Ich brauch ne Pause Ich brauch n Halt etwas

Neues für mich

 

Ich will dahin wo mich keiner kennt

Wo ich ein, ein Fremder bin

Ich will dahin wo mich keiner kennt wo ich ne

Unbekannte Seele bin

 

Tasche gepackt und ab in die Bahn

Ticket gezogen, wohin ist mir nicht klar

Ob Nord ob Süd ob Ost ob West

Ist mir egal

 

Ich will dahin wo mich keiner kennt

Wo ich ein, ein Fremder bin

Ich will dahin wo mich keiner kennt wo ich ne

Unbekannte Seele bin

 

Nein ein Ziel das gibt es nicht

Denn der Weg ist unbestimmt

Nein ein Ziel, das wird es auch nicht geben weil mich

Das nicht weiter bringt

 

3x Ich will dahin

Ich will dahin wo mich keiner kennt

Wo ich ein ein Fremder bin

Ich will dahin wo mich keiner kennt wo ich ne

Unbekannte Seele bin

 

Daumen in den Wind mit leichtem Gepäck

Reiseziel - Unbekannt

Einfach los einfach weg

Einfach ungeplant


DER LADEN

Manche Liebe

Ist wie ein Laden

von dem man sagt

hier kauf ich irgendwann mal ein

und wenn man dann

nach ein Paar Jahren

Sich sagt nun solls soweit sein

Dann steht man vor dieser Tür

Doch den Laden

Den gibt es nicht mehr

Und genauso ist es mit dir

Genauso ist es mit dir

Ich wünschte du wärst jetzt bei mir

Doch mein Herz ist wie der Laden so leer

 

Manche Liebe

Ist wie ein Lied

Dass man gerade

zum ersten mal hört

Und irgendwie hat die Melodie

Irgendwo irgendwann was das stört

Und dann macht man

Das Radio aus

Und denkt

Nicht mehr länger daran

Und ein zwei Tage später

Erinnert man sich wieder daran

Und dann weiß man nichtmehr wie‘s heißt

Und man findets auch nirgendwo mehr

Und genauso ist es mit dir

Genauso ist es mit dir

Ich wünschte du wärst jetzt bei mir

Doch mein Herz ist wie der Laden so leer

 

Doch wenn man dann mal ehrlich ist

Dann fällt einem plötzlich ein

Wenn der Laden nun mal scheiße ist

Dann geht man da einfach nicht rein

Und genauso ist es mit dir

Genauso ist es mit dir

Einst wünschte ich du wärst jetzt bei mir

Doch im Moment wärs mir egal wenn's so wär


DURCH DIE NACHT

Nach langer Zeit mal wieder los

Mit alten Freunden

Heute gehen die Gläser hoch

Auf alte Zeiten

Straße lang in die nächste Bar

So wie’s schon damals war

 

 

Und wir tanzen durch die Nacht zur Musik

und die Lichter so schön wie noch nie

Ja der Beat der uns umgibt

fängt uns auf bis man den Morgen sieht

 

Der Boden klebt der Boden knackt

Wenn wir tanzen

Die Lichter blenden uns im Tackt

Wenn wir sie ansehen

Der Beat hat uns schon längst gepackt

Und wir tanzen in den neuen Tag

 

Alle Läden überfüllt

Und kein Platz mehr

Es ist heiß die Luft, sie fehlt

Atmen fällt schwer

Ganz egal wir sind zum feiern hier

Auf die alte Zeit als wenns gestern wär

 

Heute waren wir wieder los

Mit alten Freunden

Und es gingen die Gläser hoch

Auf alte Zeiten

Gerade schließt die letzte Bar

Wir stehen alleine da

So wies lang nicht war


FEUER

Spürst du das

Ganz tief in dir drin

Spürst du das

Das gehört da nicht hin

 

Merkst du das

Das kribbeln im Bauch

Merkst du das

Du merkst das doch auch

 

 

Rasend schnell breitet es sich aus

Wie ein Feuer lauf lauf

Wahnsinns hell fliegt Asche durch die Nacht

Bis der Tag erwacht

 

Bleib weiter wach

Hörst du das

Die Stimme die dir sagt

Hörst du das

Die sagt mach das was du nicht darfst

 

Fühlst du das

Das Zittern in der Hand

Fühlst du das

Fühlt sich wie fremdgesteuert an

 

Siehst du das was gerade passiert

Das kommt sicher nicht von dir

Rasend schnell breitet es sich aus

Wie ein Feuer lauf lauf

Wahnsinns hell fliegt Asche durch die Nacht

Bis der Tag erwacht

 

Bleib weiter wach


JEDER

Der nächste Zug fährt ein

Mit hundert Gästen oder mehr

Jeder hat seinen Koffer dabei

Der eine Leicht der andere schwer

In jedem Koffer ist ein Bild

Das ne Geschichte erzählt

Doch keines dieser Bilder wird jemals fertig

Denn wann das Ende kommt weißt du nicht

 

 

Jeder hat seine eigene Gschichte

und Jeder hat sein eigenes Bild

an dem er malt, bis die Farben nichtmehr halte

und das bevor es fertig wird

plötzlich zerfällt

 

Kein Museum dieser Welt

Auch keine große Galerie

Hat Platz für all diese Bilder

Und nur wenige werden von vielen gesehen

Dabei hat doch jedes Bild

Die eigene Schönheit für sich

Kein Bild der Welt ist schöner als das andere

Denn Schönheit liegt bekanntlich

Im Auge des Betrachters

 

Bitte tu mir den gefallen

Und häng din Bild an die Wand

Denn vielleicht magst du dein Bild gar nicht

leiden

Doch ein anderer hat die Schönheit erkannt


NIEMALS

Hast du auch schon festgestellt

Dass ein Neuanfang schwer fällt

Weil du Angst hast zu versagen

Und das willst du nicht ertragen

 

 

Mach dich frei von dem was dich bremst

Mach dich frei, von dem was du schon kennst

und du wirst sehen

Es ist Niemals zu spät

was neues zu beginnen

 

Spreng die alten Muster

Zwing sie einfach in die Knie

Und lass das Leben laufen

Laufen wie noch nie

 


PERFEKT

 

Tatendrang am Abend rauben mir den letzten schlaf

immer nur dann wenn ich nicht verschlafen darf

endlose Gedanken fahren auf ihrer bahn

mehr und mehr im kreis und sie kommen nicht an

trostlose runden wie im Kinderkarussell

versuch zu überholen doch alle sind gleich schnell

Der kopf dreht sich im kreis und macht was er will

Schaue kurz nach draußen es wird schon wieder hell

     und dann setz du dich hin und nimmst dir die Zeit

     Und zeigst mir es könnte auch anders sein

 

Halt mich fest nimm mich mit

Ja Ich weiß ich bin nicht einfach

Und ich weiß ich bin nicht perfekt

Nimm mich mit halt mich fest

Denn von allem was ich nicht hab

 

und was mir noch fehlt gibst du mir den Rest Du gibst mir den Rest

 

Ich kann es schlecht ertragen nicht dabei zu sein

wär gern eingeladen um dann nicht zu erscheinen

Wenn ich dann mal da bin komm ich nicht so richtig rein

Denk ständig drüber nach woanders zu sein

sitze dann am Rande und schenke mir ein

Freude im glas schmeckt bitter allein

ich kann nichtmal sagen was gut ist dabei

weiß ganz genau das müsste nicht sein

     Und dann setzt du dich hin und nimmst dir die Zeit

     Zeigst mir es könnte so einfach sein.


RAKETE

3...2...1...

Feuer sprüht aus den Triebwerken schnell

Es verglüht der Erdboden hell

Mission Control gibt mir den Appell

Ich lass los denn ich mach was ich will

Langsam hebt sich das Raumschiff hoch

Alle an Bord jetzt geht es los

Die Sektgläser knallen kling prost

Alles hinter mir lass ich los

Die Welt lass ich fallen jetzt gehts nach vorn

Wind in den Segeln Wind in den Ohren

Seh nur noch schwarz draußen alles erfroren

Auf in die Stille verblasste Konturen

Ich umkreise den Mond verlasse die Erde

Weil d. Reise sich lohnt mit der Weltraumfähre

Ferne Galaxien eine andere Sphäre

Ich geb alles auf auch wenn ich sterbe

 

Flieg mit meiner Rakete

Durch den Raum und durch die Zeit

Auch wenn ich mich verspäte

Bleibt der Traum Vergangenheit

Steig mit mir in mein Raumschiff

Durch die Wellen im endlosen All

Pflück mit mir ein paar Sterne

Schweb mit mir Im Freien Fall

 

Schwerelos in ner anderen Lage

Alles hier ist leicht

Meine ganzen Organe

Drehen sich im Kreis

Ab jetzt zählen wir nicht mehr die Tage

Wir achten nicht mehr auf die Zeit

Licht vergeht in Jahren

Wir sind der Beweis

Auf gehts Richtung endlos

Vorbei an Jupiter und Mars

Supernova Super GAU

Ich sag dir jetzt das wars

Mit den ganzen Konventionen

Hier draußen kann sie keiner hören

Darf ich dich mal eben

In das Bordbistro entführen


RIESEN UND ZWERGE

Riesen und Zwerge

Laufen über Berge

Über Felder bis ans Meer

Nebeneinander her

 

Riesen und Zwerge

Mögen sich nicht gerne

Weil die Riesen immer nehmen

Was die Zwerge sich ersehnen

 

Man könnte sich fragen

Wie die Zwerge das ertragen

Warum sie nichts unternehmen

Wer soll denn das verstehen

 

Es gibt doch viel mehr Zwerge

Als Riesen auf der Erde

würden alle sich bewegen

müssten die Riesen sich ergeben

 

Doch die Riesen essen weiter

 

dabei brauchen sie nicht mehr

und die Zwerge haben Hunger

und die Mägen sind leer

doch die Riesen wollen wachsen

darum ist ihnen das egal

denn Risen bleiben Riesen

so ist das nunmal

 

Es gab schonmal Tage

Da waren die Zwerge in der Lage

Sich aufzulehnen

Gegen das Riesensystem

 

Sie schlossen sich zusammen

Mit vereinter Kraft bezwangen

Sie die großen Riesen

Auf ihren Feldern und den Wiesen

 

Doch was dann passierte

War was keiner kapierte

Die die mächtigen der Zwerge

fingen an größer zu werden

 

Sie Wuchsen in die Höhe

Sie wuchsen in die Breite

Und das vermeintlich neue

Blieb weiterhin das Alte


SCHRÖDINGERS KATZE

Es ist nichts halbes und nichts ganzes

Was uns verbindet oder trennt

Das Glas ist voll das Glas ist leer

Und die Zeit verrennt

 

Los komm ich treffe die Entscheidung

Oder vielleicht auch lieber nicht

Ich bin mir wirklich nicht so sicher

und ich glaube

Du fühlst dich da genauso wie ich

 

 

Schrödingers Katze

ist nicht lebendig ist nicht tod

Schrödingers Katze

ja die lacht sich gerade kaputt

Weil wir nicht schaffen zu entscheiden

was gut für uns ist und deswegen

bleibt es wie es ist

 

Die zeit vorbei

wo ich mich freue dich zu sehen

Ich fühl mich besser

Wenn ich wieder geh

Vielleicht geht’s dir da genau so wie mir

Warum fällt es uns denn dann so schwer

 


SO LEICHT

Meine Lungen rasseln, wenn ich acker wenn ich laufe

hör mein Feuer prasseln, brauche Wasser obwohl ich saufe

Schritt für Schritt durchs Nasse, komm vom Regen in die Traufe

Furcht dass ich’s verpasse, bleib nicht stehen, komm nicht nach Hause

Doch dann fängt es an wehzutun,

Es wird Zeit sich mal auszuruhen

 

Es ist so leicht den Atem zu verlieren

Es ist so leicht, so leicht

Es ist so leicht den Atem zu verlieren

doch mit dir, bleibt er hier, bleibt er hier

Bleibt Luft bei mir

 

Muskeln werden locker, Hände beben, Zeit verronnen

Ein Schein geht noch Zocker, hab doch eben fast gewonnen

Schlag mich selten wacker, komme schnell an meine Grenzen

Hab dich nicht so Macker, gleich wird’s hell denk nicht an’s Lenzen

Doch dann fängt es an wehzutun,

Es wird Zeit sich mal auszuruhen

 


SONNTAG

Noch ein bisschen Kuchen

Den solltest du mal versuchen

Denn der schmeckt nach Schokolade

Und es wird noch besser

Komm reich mir mal den Becher

Denn dadrin ist auch noch Sahne

 

Ja es ist schon wieder Sonntag

Und ich sitz auf dem Balkon

Und über meinem Kopf

Fliegen die Zugvögel davon

Und es klingt so wie Gelächter

Und als wüssten sie es besser

Doch ich bleibe hier

Und bleibe stumm

 

Ein Blick in meine Zeitung

Nur zur Unterhaltung

Es wird immer wärmer

Ach wie schade

Doch viel mehr will ich wissen

Welche Promis sich gerade Küssen

Während ich in der sonne bade

 

Noch eine Praline

Für die schlanke Linie

Das ist nichts für Arme

Während andere leiden

Muss ich mich entscheiden

Welchen Wagen ich heute fahre

 

Ja es ist schon wieder Sonntag

Und ich sitz auf dem Balkon

Und über meinem Kopf fliegen Flugzeuge davon

Doch ich beschwer mich übers Wetter

Und früher war alles netter

Und so bleibe ich hier

Und bleibe Stumm


UHREN

Die Uhren drehen sich weiter

Weiter im Kreis

Ab jetzt ist alles anders

Und doch irgendwie gleich

Du stehst nicht mehr vor mir

Natürlich ich weiß

Doch das du jetzt weg bist

Ich glaub nicht dass es das heißt

 

 

Es ist nie vorbei

denn in all den Geschichten

bist du immer ein Teil

Es ist nie vorbei

Denn in unseren Herzen

bist du immer ein Teil

 

Die Uhren drehen sich weiter

Nur nicht mehr ganz so laut

Doch wenn du gut hinhörst

Dann hörst du sie auch

Und wenn ich nichts sehen kann

Heißt das lange noch nichts

Dass diese Verbindung

Zwischen uns zerbricht

 

Die Uhren drehen sich weiter

Nur nicht mehr ganz so schnell

Ich kann sie noch hören

Wenn ich wirklich will

Und wenn ich manchmal

Deine Geschichten erzähl

Dann werden sie lauter

Wieder lauter und schnell


VORBEI

Vorhang zu Lichter aus, es verklingt der Applaus

Türen auf für den Strom, Stimmen im Flur, monoton

     Der Saal lehrt sich und der Nebel kehrt zurück

     alle sind fertig nur noch ein Moment in diesem Stück

 

Weggehangen das Gewand, Relevanz aberkannt

Aus der Hand aus dem Weg abgelegt und weggedreht

     Der Puls legt sich und der Nebel kehrt zurück

     alles ist fertig nur noch einen Moment in diesem Stück

 

Das kann jetzt noch nicht vorbei sein

Das kann jetzt noch nicht zu ende gehen

Ich will immer noch dabei bleiben

Ich will immer noch dabei bleiben

 

Kurz gewischt durchs Gesicht es glimmt der Staub im Spiegellicht

Keiner spricht der Geist entweicht viel zu leicht viel zu leicht

     Der Kopf lehrt sich und der Nebel kehrt zurück

     ich bin fertig nur noch ein Moment in diesem Stück